Zauberwinter

Zauberwinter

 

Vor einigen Tagen kam es in Mitteldeutschland, aber nicht nur hier, zu einem erheblichen Wintereinbruch. Wir mussten feststellen, dass die viel beschworene Klimaerwärmung nicht für alle ausreicht, dieses Schicksal abzuwenden.

Temperaturen von minus fünfzehn Grad Celsius in der Nacht sind seit einer Woche die Regel und sehr wahrscheinlich macht der Winter noch mindestens zwei Wochen lang nicht schlapp.

Es gibt jedoch viele, die sich darüber auch freuen. Endlich mal kalt und klar! In der Tat weiß der Winter auch zu bezaubern. Bizarre Eisgebilde gibt es da zu beobachten. Herumfliegende Eiskristalle, weil die Luft nicht das kleinste bisschen Feuchtigkeit aufnehmen kann. Die Reinheit glitzernden Schnees auf freien Flächen, welcher nur von den Spuren von allerlei Wildtieren zertreten wird. All das sind nun einmal Dinge an denen man sich nicht alle Tage und eben nur bei klirrender Kälte erfreuen kann.

Die Fotos, die man jetzt macht, zeugen auch von der Großzügigkeit so mancher Grundstücke in unserer Siedlung. Genügend Raum für die eiserne Kutsche vor oder neben dem Haus. Nadelbäume werden von weißen Zipfeln bekrönt. Zäune sehen irgendwie schön aus.

Aber da bleibt noch eine Sorgenfalte im Gesicht: werden wir uns die Heizung, die man jetzt in den Häusern braucht leisten können? Werden die Rechteinhaber auf Heizenergie uns huldvoll lächelnd Gnade erweisen oder werden sie uns gnadenlos die letzten Groschen abziehen und uns mit ihrem Spekulantenpack mit der aberwitzigen Lüge von Angebot und Nachfrage übers Ohr balbieren? In diesem Falle glaube ich eher an die zweite Möglichkeit. Es bleibt zu hoffen, dass wir in dieser Sache noch einmal mitmachen können und uns aufgrund von einigen wirklich kalten Tagen nicht eben ruinieren müssen!

Und wenn die kalten Tage nun doch zu lang werden, da bleibt die Gewissheit, dass es doch irgendwann wieder Frühling wird und die Wärme durch die Lüfte und durch unsere Herzen zieht.

Aber bis dahin: zieht euch warm an und genießt ein paar schöne Wintertage!

 

 


12/2011
17

Vom Julfest und der Weihnacht

Jedes Jahr begeben wir uns, einem uralten Brauch entsprechend auf die Suche nach etwas Glück und Licht in ach so dunkler Zeit. In der dunkelsten Jahreszeit (weil eben die Tage so unverschämt kurz sind) kaufen wir diverse Kulinarien, treffen mit der Familie und Freunden zusammen, tuen Gutes für Menschen, die es nicht so "dicke" haben und zünden Wachslichter an (oder heute auch LED-Kerzen).

 

Zum Begriff

nach Wikipedia: Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest der Wintersonnenwende. In den skandinavischen Sprachen heißt Weihnachten heute jul oder jol, im Finnischen joulu, im Estnischen jõulud, im Englischen besteht der Begriff Yule und im Sölring (Sylter Friesisch) heißt es Jül oder Jööl.

Dieser Brauch ist sicher schon sehr, sehr alt bzw. geht auf noch ältere Bräuche zurück. Lange vor der Zeit, in der in Mitteleuropa das Christentum als Religion erfunden wurde, wurde die Zeit in der die Tage wieder länger wurden voller Freude und Sehnsucht begrüßt. Bedenken wir doch einfach, dass es in grauer Vorzeit nicht so einfach war in einem rauhen Klima mit kaltem Winter und ohne ausreichend Nahrung zu überleben. Von daher war die Wintersonnenwende für die Menschen von jeher ein Signal: bald scheint die Sonne wieder länger, das Grün sprießt hervor und die Zeit voll Dunkelheit und Leid wurde wieder einmal bewältigt.

Auch in unserer Zeit ist daher die Weihnacht oder eben der Jul ein Zeichen voll Hoffnung, obwohl wir die Lager stets voll haben!


08/2011
06

Nun, da es an diesem Wochenende endlich auch sehr schönes Wetter ist...

haben fünf Freunde unserer SG ihre Drahtesel gesattelt und sind zu einer kleinen Ausfahrt gestartet. Einem Kamerad ging aber schon wenige Meter nach dem Start die Luft aus (aus dem Reifen selbstverständlich) und musste die Reise abbrechen.

Es ging von der Pistorschule über Holzweißig in den Goitzsche-Wald. Dort hielten wir uns links in Richtung "Holzweißiger Ostsee". Der Weg führte zwischen diesem und einer Vernässungsfläche entlang, deren Namen wir nicht kennen. Die Seen haben allgemein ein sehr klares Wasser mit einem unseren Beobachtungen nach steigenden  Wild- und Fischbestand. Von dort aus geht es an das Westufer des Großen Goitzsche-Sees, also am Bitterfelder Stadion, an der Flutbank und an der Wasserfront vorbei in Richtung Pegelturm.

Mühlbeck

...ist ein Ortsteil der zum 01.01.2010 neu gebildeten Einheitsgemeinde Muldestausee und hat ca. 940 Einwohner. Er bildet gemeinsam mit dem Ortsteil Friedersdorf ein Buchdorf mit mehreren Antiquariaten, die zum Schmökern einladen. Blickfang ist außerdem eine romanische Feldsteinkirche aus dem 11./12. Jahrhundert. Der Ort Mühlbeck selbst wurde jedoch erst 1388 das erste mal urkundlich erwähnt.

Der Weg führte dann weiter an den Ortsrand Mühlbeck zu einem Bekannten, welcher jede Menge Getier sein eigen nennt. Das kostet vor allem jede Menge Arbeit, was uns große Hochachtung abringt. Bei einer Pause kommen wir gut ins Gespräch und können Hunde, Katzen, ein Wildschwein, zwei Rehe, Enten, ca. 90 Kaninchen und Enten sowie einen Koikarpfenteich in Augenschein nehmen. Alle Achtung! 

Danach geht es wieder auf ganz änlichem Weg zurück bis zur Pistorschule. Dort erwartet uns ein Imbiss.

Alles in allem hat es den Teilnehmern großen Spass gemacht.